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Zweiter erster Eindruck von Skopje

Mein zweiter erster Eindruck von Skopje war gut. Ich hatte nach einer etwas langen Reise gut ausgeschlafen und die Sonne begleitete mich auf meinem Spaziergang in das Stadtzentrum. Die Wege waren zugefroren und an den Straßenrändern häuften sich Schneehaufen, die das Licht reflektierten. Zwischen zerfallenen Häuserchen tummelten sich aufgeplusterte Katzen. Die Straßenzüge sahen weniger herunter gekommen aus, der Schnee verlieh ihnen einen romantischen Touch.

Auf der verschneiten Promenade ging ich am Fluss entlang in die Stadt, die starke Strömung riss einige Äste und Zweige mit sich. Auf der anderen Flussseite leuchteten die pompösen Bauten in der Sonne, die mich auch jetzt auf den ersten Blick wieder beeindruckten. Politisch unkorrekt, aber nicht hässlich. Die Luft war rauchig, aber trotzdem klar und herrlich erfrischend. Das Licht war anders, ein bisschen golden. Vielleicht war ich auch einfach nach dem Oldenburger Winter die Sonne nicht mehr ganz gewohnt. Ich musste viel blinzeln.

Mein zweiter erster Eindruck von Skopje war also golden und dabei blieb das Gefühl des Absurden, was durch den Schnee und die Weihnachtslieder, die vor dem Archäologischen Museum aus den Lautsprechern schallten, noch unterstützt wurde.

Ich hatte jedoch einen guten Start in Skopje, fast schon langweilig. Ich kannte den Fahrer meinen Shuttleservices am Flughafen, der mich in das entzückende Shanti-Hostel brachte, in dem ich auch vor vier Monaten bereits genächtigt hatte. Ich telefonierte mit einer Freundin, die für uns eine Wohnung organisiert hatte. Die einzige Herausforderung, vor der ich stand, war, mir eine Sim-Karte zu besorgen. Ich meisterte sie mit Bravur.

Ich bin jetzt also nach Mazedonien umgezogen, mit einem Koffer, einem Rucksack und einer Tasche. Darin befindet sich jetzt alles, was Menschen in meinem Hostel glücklich macht: einen Fön, Magen-Darm-Tee, eine Wärmflasche, einen Reiseführer über Mazedonien (die sehr rar sind!) und Kohlrabi. À la Mary Poppins kann ich alle Wünsche befriedigen, nur mein Abenteuerfeeling ist noch nicht aufgetaucht.

Am Montag ist dann der Urlaubspart vorbei und mit dem Einzug in die eigene Wohnung geht das Leben in Skopje los. Ich kann es kaum erwarten!

 

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